aber mit der fang ich nicht an. Weil jetzt habe ich gerade beschlossen wiedermal einen Eintrag zu schreiben, und da musste ich feststellen das es schon zwei Monate aus ist das ich das letzte mal geschrieben habe, und auch das letzte mal Bilder hinauf geladen habe, also werden dann auch bald mal neue Bilder kommen, weils ja nicht so ist das ich in der Zeit nie ein Foto gemacht hätte. Also ich werde jetzt mal den Versuch starten über alles zu schreiben was so geschehen ist.
Also nachdem wir das Kochen von Marmeladen und Salaten abgeschlossen haben, began die Arbeit in den Workshops.
Workshops
In der Kerzenwerkstadt produzieren wir Bienenwachskerzen aus fast 100% Estnischen Bienenwachs, das machen eigentlich zum Großteil die Dörfler ausgenommen das abschneiden des Dochtes in dem dann ein Knoten gemacht werden muss, sowie das Packen. Natürlich kontrollieren wir das ganze, ob sie es auch richtig machen. Ist eigentlich ganz gemütlich in der Kerzenwerkstadt, aber jetzt bin ich sowieso nur noch aushilfsweise dort, weil ich genug auf der Farm zu tun habe. Genau das selbe ist es mit der Weberei in der Teppiche gewebt werden. Alles was in den Werkstädten Produziert wird, wird dann verkauft, besonders Kerzen über ganz Europa, also wenn irgendwer Interesse hat, eine vollständige Übersicht findet ihr auf der Homepage: www.pahklack.ee (Auch mit Deutschen Bestelltformular, die schönen Bilder von den Kerzen die so übersichtlich zu sehen sind, wurden übrigens von mir zusammengestellt
).
Wie oben schon erwähnt wurde arbeite ich vor allem auch auf der Farm, also vom Melken wisst ihr ja schon. Sonst muss ich auch noch in der Früh im Stall helfen, was bedeutet: Ausmisten, Heu verteilen, und andere Sachen die halt so anfallen
Weinachtsspiel
Dann ungefähr Anfang Dezember haben wir auch mit dem Weihnachtspiel angefangen. Das Spiel wurde von Rudolf Steiner niedergeschrieben und ist eigentlich eine Tradition aus Oberufer, ich habe das Original gelesen und es ist echt super zu lesen weil es in echt coolen Dialekt geschrieben ist. Wir spielten es natürlich in Estnisch. Ich habe einen sehr unfreundlichen Wirten gespielt. War sehr witzig muss ich sagen. Diesen Spiel haben wir dann dreimal vorgeführt. Zum ersten Mal waren wir in Karola, wo ein alter Dörfler von uns lebte. Das Dorf war in der Besetzungszeit eines der größten Einrichtungen für Kinder ohne Eltern, oder Menschen die in einer Gesellschaft die nur aus Starken und Guten besteht nicht existierten. Es soll zu dieser Zeit sehr heftig zugegangen sein, Mishandlung usw, war täglicher Alltag. Heute wurde die Einrichtung ganz neu aufgebaut und ist nur noch für schwer Behinderte. Das zweite Mal waren wir in einer Tagesstäadte in Kose, das ist ganz in der nähe von uns, und das dritte Mal hatten wir eine Aufführung bei uns im Dorf bei dem ganz viele Leute kamen. Termin war der 22. Dezember, mein Geburtstag :). Hat mich aber eigentlich nicht sonderlich gestört, weil was hätte ich den sonst gemacht?
Adventsring
Neben der Aufführung des Weihnachtspieles hatten wir auch einmal einen Adventsring. Das ist eine Deutsche Tradition bei der man in einen Kreis aus Tannenzapfen hinein geht und Kerzen abstellt. Dabei wird in Hintergrund durchgehend Musiziert, ich spielte Leier sowie Gitarre, bzw. Hätte Gitarre gespielt, nur die hat dann leider in Moment des Spielens nicht mitgemacht.
Weihnachten
Naja, und während die Kühe immer noch fröhlich gemolken wurden, der vierte Advent schon vorbei war, kam Weihnachten, das auch wieder mit einem Besuch bei den Kühen begonnen hat, danach war es aber bis auf einen zweiten Besuch bei den Kühen sehr gemütlich, wir haben gemeinsam gesungen, dann haben wir nochmal die Kühe besucht um für sie zu singen, danach hatten wir noch eine Abendmesse, die für meinen Geschmack zu Spät war, auch wenn ich am nächsten Tag nicht die Kühe besuchte sondern den Ort an dem sie leben, um ihren Mist weg zuräumen, den sie im täglichen Dasein produzieren. Der nächste Tag ging dann weiter mit etwas singen, und dann Geschenke verteilen, bei dem jeder der sein Geschenk von einer Person bekommen hat, einer beliebigen Person wieder eines gibt. Wer wenn was schenkt, damit jeder was bekommt, wurde vorher gezogen, also so wie bei uns in der Weberman Verwandtschaft mit dem Wichteln, was ich übrigends für eine sehr gute Idee halte. Danach haben wir wieder gesungen. Dann ging eigentlich eine ganz normale Arbeitswoche weiter, die allerdings sehr gemütlich war, da es keine Workshops gab und es somit eigentlich nur Melken und Stall gab.
Konzerte
In der Zeit war ich auch immer wieder auf Konzerten, dabei war besonders das vom 27. Dezember sehr cool. Es war ein Art Volksmusik Konzert, aber sehr experimentell und modern. Echt genial, falls wer am Linzfest war, mich hat es ein bisschen an BeeFolk erinnert. Im Sommer soll ein Festival in Viljandi sein wo nur solche Musik gespielt wird, ich hoffe ich kann dort hin, das wäre echt genial. Vor allem weil ich bald verlerne was Fortgehen ist, aber ich glaube es ruht nur ganz tief im Inneren von mir.
Die anderen Konzerte waren Chor Aufführungen die ich auch sehr schön gefunden habe, auch sehr ungewohnt weil ich Zuhause eigentlich nie bei Weihnachtskonzerten war. Das sollte ich wohl nachholen.
Silvester
war natürlich auch große Party, aber absolut nicht vergleichbar mit den gewöhnlichen Parties die ich bis jetzt so gehabt habe. Zuerst haben wir gemeinsam gegessen, dann machten wir Disco, bei der wir zu unter anderem Schürzenjäger getanzt haben, und am Ende gab es noch einen Kampf zwischen den Häusern in Form eines riesigen Menschärgeredich, bei dem mein Haus hat gewonnen
Danach waren glaub ich noch ein zweimal Melken und dann waren sowieso meine Eltern auf besuch. Das wird glaub ich mal ein eigener Eintrag, weil sonst würde das den Rahmen hier sprengen.
Milchküche
Nachdem uns jetzt eine andere Freiwillige verlassen hat, da sie sich nicht mit der Atmosphäre hier anfreunden konnte, musste jetzt ein Tag in der Milchküche übernommen werden, dazu habe ich mich gemeldet, da ich sowieso schon immer mal das ganze ausprobieren wollte. Dadurch habe ich auch zum lernen angefangen, und begonnen habe ich mit einem gelben Käse, kann ihn aber noch nicht alleine machen, weil ich noch nicht die Möglichkeit hatte ihn ein zweites Mal zu machen. Für normal wird donnerstags Joghurt gemacht. Das hab ich jetzt gelernt, und zu beiden kommt mal das Rezept, aber nicht jetzt. Nebenbei habe ich auch einen Teil des Topfen machens gelernt.
Beim Topfenmachen ist ein neben Produkt der Sauerrahm, aus diesem kann man wiederum Butter machen. Bis vor zwei Jahren war das auch regelmäßig so. Doch dann ging leider die Buttermaschine kaputt, und die zwei anderen die wir hatten, waren dann schon verschenkt. Man kann natürlich immer noch Butter machen, in dem man den Sauerrahm einfach in ein drei Liter Glas gibt und 15 Minuten schüttelt. Das geht allerdings ganz schön ins Gestell, deswegen habe ich beschlossen mich auf die Suche nach eine Buttermaschine zu machen. Da sie hier in Estland keine finden, oder finden wollen? Aber nachdem früher viele Leute Butter machten, aber jetzt nicht mehr so viele, dachte ich mir das vielleicht der eine oder andere eine im Dachboden oder im Keller stehen hat, die er nicht mehr verwendet. Da würden sich besonders die Freiwilligen, aber auch das gesamte Dorf sehr darüber freuen, ob sie jetzt mit Hand oder mit Strom angetrieben wird ist dabei ziemlich egal, da wir sowieso Dörfler haben denen diese Arbeit sehr gefällt, und die auch früher die Buttermaschine mit Hand antrieben. Falls ihr euch jetzt denkt, ja ich hab eine, aber wie kommt die dann herauf? Dann könnt ihr euch einfach bei mir über E-Mail oder bei meinen Eltern melden, wahrscheinlich fährt im laufe des Jahres ein Auto oder Wohnmobil herauf, und da könnte man das hinein geben.
Wetter
… weil ohne dem geht’s auch nicht. Es ist nicht kalt, muss ich sagen, momentan hat es immer um die Null-Grad und wenn der Schnee mal vorbei schaut (so wie am 25. Dezember 2 Stunden) dann ist er am nächsten Morgen wieder weg. War nicht heißt das es nicht glatt ist auf den Straßen, den das Eis dort hält sich auch ziemlich lange. Die tiefsten Temperaturen haben meine Eltern miterlebt, das waren dann auch gleich die schönsten Tage, also als sie ankamen, kam die Sonne auch, und als sie mich verließen, verließ uns die Sonne auch. Was aber auch heißt das die warme Wolkendecke nicht hier war, also hat es in der Nacht bis zu Minus 18 Grad gehabt. Am Tag wars auch nicht wirklich wärmer. Besonders kalt ist es aber eigentlich nur beim Melken, deswegen habe ich den Versuch gestartet den Melkstall etwas abzudichten, ob das geholfen hat werde ich bei der nächsten Kälte sehen, die eigentlich schon drei Tage sein sollte und ungefähr -25 Grad betragen sollte, aber mal sehen ob sie noch kommt. Ein bisschen kälter wär auf jedenfall sehr gut, den was man zuhause vielleicht zu wenig realisiert ist, das Schnee Weiß ist und somit die Sonnen und Mondlicht reflektiert und damit auch die langen Nächte, die schon kürzer werden, heller macht.
Ja, das war es wiedermal nach langem, Bilder kommen dann auch bald!
Liebe Grüße an alle, Frohe Weihnachten und ein Gutes neues Jahr und danke für die Mails, früher oder später bekommt jeder eine Antwort, aber wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt habe ich relativ wenig Zeit :/
PS: @Nils, wenn du´s bis hier geschafft hast, respekt
PS2: Und wer immer noch nicht genug hat kann auch meinen Tätigkeitsbericht lesen:
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